11. Mai 2021

Neue Herausforderung

Mit Grappa einen Agility-Kurs zu besuchen, hatte ich schon sehr lange geplant. Jetzt hat es endlich geklappt – gestern hatten wir unsere erste Agility-Trainingseinheit. Völlig unbedarft und neugierig sind Grappa und ich wie mit Trainerin Andrea Grein ausgemacht am 7. Mai um 18.30 Uhr im ÖRV Trainings Center Ebreichsdorf eingerauscht. Eine zweifache Premiere: Mein erster Besuch in einer Hundeschule und Grappas erster Besuch in einer Hundeschule.

Irgendwie erinnerte mich das an meinen ersten Schultag – nur die Schultüte hat gefehlt. Grappa und ich betraten also totales Neuland. Grappa war – wie ich nicht anders erwartet hatte – begeistert: Super! So viele Menschen zum Liebhaben und neue Hundefreunde!

Nach einer ausführlichen Erklärung der Trainerin, was in den kommenden zehn Trainingseinheiten so auf uns zukommen wird, durften wir – meine vier Mitstreiter und ihre Hunde (zwei Langhaar-Whippets, ein Jack Russel Terrier und ein Border-Collie-Jungspund) – auch gleich einzeln zwei Hindernisse in Angriff nehmen: zuerst den Tunnel, danach Tunnel und gleich im Anschluss ein Sprunghindernis (noch ohne Sprung – nur zum dazwischen Durchlaufen).

Unsere Hausübung: two on two off üben

Einmal Vorderpfoten am Laminat, Hinterpfoten am Teppich...
... andersrum: Vorderpfoten am Teppich, Hinterpfoten am Laminat

Außerdem lernten wir noch, was „two on two off“ bedeutet: Dabei muss der Hund mit beiden Hinterpfoten in einer markierten Zone bleiben, während die beiden Vorderpfoten außerhalb dieser Zone sein müssen. Erstaunlicherweise klappte das sogar bei Grappa – die ja als Handicap mich an ihrer Seite hat. Zur Erklärung (wer mich nicht kennt): Ich neige dazu, nur Hinweise an den Hund zu übermitteln – Grappa muss dann aus diesen Hinweisen kombinieren, was ich von ihr will. Aber an diesem Tag dürfte ich es doch tatsächlich geschafft haben, keine Wischi-Waschi-Ansagen zu machen. Vermutlich werde ich in diesen Kursen mindestens genauso viel lernen, wie Grappa. Schaden würde es mir eh nicht.

Hausübungen mit Fun-Faktor
Das Ende der ersten Kurseinheit erinnerte mich dann wieder an meine Schulzeit: Es gab Hausaufgaben. Wir sollten das „two on two off“ daheim üben. Für Grappa und mich hatte die Trainerin noch eine Zusatzaufgabe (schon wieder so ein Deja vu aus meiner Schulzeit…): Wir sollten den Handtouch üben. Ok, ich seh’s ja ein, könnte helfen, Grappa mit einem für sie gut verständlichen Signal anleiten zu können, anstatt mit einem „Gehst bitte dorthin. Nein, nicht da – dorthin! Seufz… nein, bitte, dorthin!“

Fazit
Hat echt Spaß gemacht, und wir freuen uns schon auf die nächste Trainingseinheit kommende Woche Donnerstag.


PS 
Der große Unterschied zu meiner Schulzeit und dem Hundeschulen-Besuch: Diesmal machen die Hausübungen Spaß, und ich entwickle so etwas ähnliches wie Streberambitionen. Wenn das meine Englisch- oder Mathelehrer lesen würden….