11. Mai 2021

Teil 2: Osteoporose. Und jetzt?

In den folgenden Wochen habe ich einige Fachpublikationen zum Thema Osteoporose gelesen – der Büchermarkt und das Internet sind da ein unendlich großer Pool. Einige davon waren wirklich sehr interessant, vor allem deshalb weil sie a) aktuelle Studien mit interessanten Ergebnissen enthielten und b) einiges rund um die Osteoporose in einem anderen Licht erscheinen ließen.

Osteoporose ist (wie fast jede Krankheit) in Wahrheit ein Symptom. Die Ursache dafür eine Imbalance im Stoffwechsel und/oder Hormonhaushalt. Therapiert wurde (wie in der Schulmedizin leider üblich) aber nur das Symptom. Noch dazu mit einem veralteten Therapieansatz, denn allein die Zufuhr von Calcium und Vitamin D3 reicht nicht – noch schlimmer: kann sogar kontraproduktiv sein.

Leise rieselt der Kalk
Besonders interessant fand ich, dass Calcium nicht zwingend im Knochen angereichert wird, vor allem dann, wenn es nicht in Verbindung mit den richtigen Makro- und Mikronährstoffen, Spurenelementen sowie Vitalstoffen (alles natürlich im richtigen Verhältnis) aufgenommen wird. Calcium kann dann in den Blutgefäßen abgelagert werden und führt dort zu Durchblutungsstörungen – die Blutgefäße (auch jene im Gehirn) verkalken im wahrsten Sinne des Wortes. Was das bedeutet muss ich hier wohl nicht näher erörtern…

Ein weiterer Punkt, der vorallem die Diagnostik betrifft, ist die Knochendichtemessung. Das Ergebniss der Knochendichtemessung gibt Auskunft, um wie viel höher das Risiko eines Knochenbruchs im Vergleich zum Durchschnitt eines geschlechtsgleichen 30-jährigen Gesunden ist. Die Messung definiert aber nicht, was und wie viel davon dem Knochen fehlt. Calcium ist nämlich nicht der einzige Baustoff von Knochen, sie bestehen aus:

  • anorganische Substanzen: die Salze Calciumflourid, Calciumkarbonat, Calciumphosphat, Calciumchlorid und Magnesiumphosphat geben dem Knochen Stabilität und Festigkeit
  • organische Substanzen (etwa 25 %): Knochenknorpel und Knochenzellen – sie bestehen aus Proteinen (Aminosäureketten) – sie sorgen dafür, dass Knochen weich und elastisch sind.
  • Wasser (etwa 20 %)

Zusammengefasst: Diagnostik und die verordnete Therapie (zur Erinnerung: ich sollte lediglich Calcium-Vitamin-D3-Tabletten einnehmen) kratzten nur an der Oberfläche. Anstatt mich mit wichtigen Infos und Tipps auszustatten (oder mir zumindest Quellen dafür zu nennen), erhielt ich von meiner Hausärztin lediglich ein Rezept für Tabletten. Jetzt war ich richtig angepisst: krank und auch noch von einer studierten Medizinerin im Regen stehen gelassen. Ist es nicht die Aufgabe eines Arztes/einer Ärztin PatientInnen nach modernsten Erkenntnissen zu behandeln und (gerade im Informationszeitalter) mit weiterführenden Informationsmaterial auszustatten?

Für mich stand also viel Recherche und Arbeit auf der Agenda: Was könnte ich tun, um die Imbalance auszugleichen oder zumindest zu verbessern? Sehr viel. Das wurde mir bald klar. Allerdings musste ich einiges an meinem Lebensstil ändern – u. a. meine Ernährung (ich wog damals 47 kg bei einer Größe von 169 cm), mehr Sport, meinen Kaffee- und Zigarettenkonsum einschränken (und wenn möglich sogar ganz mit dem Rauch aufzuhören) und Stress auf ein gesundes Maß zu reduzieren.

Erster Punkt auf meine To-do-Liste: meine Ernährung optimieren. Hilfe suchte und fand ich bei einer Ernährungsberatung nach Traditionellen Chinesischen Medizin. Ich habe mich bewusst für TCM entschieden, denn den Grundgedanken der TCM fand ich immer schon sehr klug: Die TCM will vorrangig die Gesundheit erhalten (!) und setzt immer bei der Ursache an und behandelt nicht nur das/die Symptom(e). Fortsetzung folgt…

Foto © Science-RF