13. Juni 2024

Digitale Entschlackungskur

Ich trenne mich ungern von Dingen. Das betrifft auch digitales Zeugs. Nur nichts in den Papierkorb schubsen! Man könnte es ja wieder mal brauchen. Daten haben noch dazu den großen Vorteil, dass man sie in großer Menge in sehr kleine, handtaschentaugliche Kästchen quetschen kann. Fatal, wie sich bei der jüngst vorgenommenen Sichtung meiner externen Festplatten und USB-Sticks herausgestellt hat.

Über die Jahre hat sich auf meinen mittlerweile drei externen Festplatten und zahllosen USB-Sticks eine unglaubliche Datenmenge angesammelt. Fotos, Videos, Lieder, Dokumente, Tabellen und unzählige Sicherungskopien. Zugegeben, aus den Tiefen dieser kleinen Schatzkisten sind einige längst vergessene Fotos und Dokumente aufgetaucht – zum Teil mit echtem Unterhaltungswert. Aber das trifft nur auf eine Hand voll zu. Das meiste war – um es höflich zu umschreiben – entbehrlich.

Die ein-Foto-reicht-Regel
Wie viele Fotos von seinem Pferd braucht man eigentlich? In Wahrheit reicht eines. Nämlich jenes, dass es so zeigt, wie man es für immer in Erinnerung behalten möchte und seinen Charakter und Seele widerspiegelt. Das gilt übrigens auch für Hundefotos, Fotos von Freunden, von Autos oder Wohnungen, die man mal hatte.

Ausgenommen von der ein-Foto-reicht-Regel sind lediglich Bilder von der Familie und – auch wenn sich das ein bisschen selbstverliebt liest – von der eigenen Person. Ich persönlich finde es jedenfalls sehr faszinierend, den Wandel der Zeit an der eigenen Person dokumentiert zu sehen. Das kann, nein ist es definitiv, sehr witzig!

Wie auch immer. Auf jeden Falls stand entrümpeln des Datenmülls auf meiner Agenda. Uff. Ich gestehe, ich habe es nicht gänzlich geschafft. Um ehrlich zu sein, habe ich (wieder) einen virtuellen Umzugskarton mit „Zum Sichten“ beschriftet. Irgendwann mal. Wenn ich in Pension bin. Ich versprech’s. Festplatten sind einfach so verführerisch…