13. Juli 2024

Ernährungsumstellung 3.0

Wenn mir langweilig ist, dann wird’s gefährlich. Da habe ich oft die absurdesten Ideen. Wie Möbel umstellen, Fenster putzen (im Winter!) oder sonstigen Unsinn. Gestern war mal wiede so ein Tag. Die Hunde waren ausreichend ausgelüftet, das Pferd geputzt, gefüttert und bewegt und jobtechnisch gab’s auch nichts Dringendes zu erledigen. Was also mit dem Rest Tages tun? Ich weiß, ein absolutes Luxusproblem, vor dem ich – nur um das klar zu stellen – höchst selten stehe.

Aber gestern war es nach längerer Zeit wieder einmal so weit. Und um die erste Zeit zu überbrücken, habe ich mir mal was zu essen gemacht. Das ist immer ein guter Plan. Die Nahrungsaufnahme ist ja in der heutigen Zeit ein zentrales Thema – was ist gesund, was ist ungesund, neueste Superfoods, was soll man wann und wie kombiniert und wie viel davon essen und und und. Damit habe ich mich bei der Ernährungsumstellung 2.0 vor etwa zehn Jahren beschäftigt und ist mir mittlerweile zu blöd. Wenn ich Hunger habe, dann will ich schnell was zu essen. Und im Idealfall möchte ich das essen, wonach mir gerade ist – und vorrätig ist. Gestern habe nicht mehr allzu viel für einen schnellen Snack gefunden: Knäckebrot, ein angebrochener Tomatenaufstrich, ein paar Oliven, eine Dose Thunfisch und ein Rest Erdnüsse sowie zwei Eier.

Egal, ich hatte ja eigentlich Zeit, also wurden Eier, Thunfisch mit Oliven gebrutzelt und das Knäckebrot mit Tomatenaufstrich verziert. Ganz hinten im Kühlschrank habe ich dann noch einen Rest Parmesan gefunden, der kam auch noch dazu. Die Erdnüsse mussten warten. Für die Zubereitung habe ich in etwa 10 Minuten gebraucht, zum Essen 5 Minuten. Fürs Küche putzen und Geschirr abwaschen etwa 30 Minuten. Zumindest war ich 45 Minuten beschäftigt. Aber echt jetzt? 40 Minuten Arbeit für 5 Minuten Vergnügen? Das muss sich ändern.

Deshalb die Ernährungsumstellung 3.0. Ab sofort werden primär nur noch Lebensmittel gekauft die:
a) gar nicht bis sehr wenig Brösel verursachen
b) für deren Zubereitung man nur einen Kochtopf braucht
c) die fertig zubereitet in eine Schüssel passen
d) und für die man zum Essen nur einen Löffel braucht

Und weil mir auch die Umwelt ein Anliegen ist, verschärfe ich das ganz noch: Die Lebensmittel, die o. a. Anforderungen entsprechen, müssen auch noch
a) gar nicht verpackt
b) oder zumindest in Papier verpackt
c) und wenn schon Plastik, dann so wenig wie möglich

Bin schon gespannt, wenn ich morgen einkaufe gehe, ob da überhaupt was im Einkaufswagen landet. Wird auf jeden Fall ein sehr günstiger Einkauf.