27. September 2021

Superheldin

Vor kurzem habe ich mich bei einem großen Unternehmen als Webdesignerin beworben. Die Bewerbung musste ich online machen – also nichts mit der einfachen Variante einer klassischen Bewerbung per E-Mail. Zähneknirschend habe ich mich also bei dem Unternehmen registriert, mein Bewerberprofil mit meinen Daten gefüttert und anschließend (dreimal, weil dazwischen irgendein Problem mit der Seite des Unternehmens aufgetreten war…) meine Bewerbungsunterlagen hochgeladen.

Als hätte das noch nicht gereicht, wurde ich (verpflichtend) dazu aufgefordert, drei Fragen zu beantworten:
1. Drei Sätze für meine Motivation für die Bewerbung
2. In drei Wörtern, warum gerade bei diesem Unternehmen
3. Wenn ich ein Superheld wäre, welche Superkraft ich dann hätte

© Annalise Batista by pixabayFrage 3 erschien mir echt absurd. Aber gut, wer immer diese Frage in ein Bewerbungsformular eingefügt hat, wird sich (hoffentlich) was dabei gedacht haben. Ich jedenfalls war – um es höflich auszudrücken – mittlerweile genervt und kurz davor, die Bewerbung nicht abzuschicken. Andererseits war ich jetzt schon so weit, also dann doch noch eine Antwort getippt – die da lautete: „Die Kraft, die Welt vor der Dummheit der Menschen zu befreien.“


Ob die Ironie meiner Antwort beim Empfänger ankommen wird? Ich hab‘ da so meine Zweifel…